Ein kleiner Rückblick auf unsere Frühjahrsaktion, im Innenhof des Rupertinums, im Lokal Sarastro. Bei hervorragendem wastefood aus originalen Salzburger-Biotonnen, diskutierte eine hochkarätige Runde das Thema der Stunde. Für die musikalische Begleitung sorgte unsere wastequeen, Cilly Kar. Lebensmittelverschwendung ist vor allem ein Phänomen der Wohlstandsgesellschaften. Unsere Unkultur des Wegwerfens hat massive Auswirkungen auf den Rest derWelt, insbesondere auf die “Länder des Südens”. Wir halten essen und kochen für politische Handlungen. “Wir sind was wir essen, wir sind was wir wegwerfen!”
wastecooking und “AMREF” diskutieren über Mangel und Überfluß!
Im Rahmen der AMREF-”Days of dialogue” begeht wastecooking, am 26. April, die erste Frühjahrsaktion. Vor dem Festspielhaus (im Innenhof des Rupertinums) laden wir zum Gespräch mit Experten zum Thema Lebensmittelverschwendung, wir servieren köstlichen waste-food, und unsere wastequeen, cilly kar, wird ein paar Ständchen zum Besten geben. Malerische Kulisse für die kritisch-kulinarische AMREF-wastecooking-Coproduktion ist das Lokal Sarastro, im Innehof des Rupertinums.
AMREF und die Fliegenden Ärzte leisten seit mehr als 5 Jahrzehnten wegweisende und international anerkannte Arbeit. AMREF ist die größte, politisch unabhängige afrikanische Hilfsorganisation im medizinischen Bereich.
Im Zentrum des AMREF-wastecooking-Abends, steht die Frage, welche Auswirkungen unser Konsum- und Wegwerfverhalten auf den Rest der Welt hat, vor allem auf die Länder des Südens? Die Gesprächs-Runde beginnt um 17 Uhr, danach gibt es kleine Kostproben von Köstlichkeiten aus den Tonnen, begleitet von trashiger Musik, der Abend klingt gegen 20 Uhr aus.
Der kurzweilige Rückblick auf unsere Wien-Aktionen ist jetzt online. Dazu die wastecooker-Ballade “I taste the delicious waste” von unserer watequeen, Cilly Kar. Das waren wunderbare Abende, im Dezember 2012, im Rahmen des Menschenrechtsfilmfestivals “this human world”. Im Gartenbaukino und im Top-Kino konnten wir rund 500 Gäste mit unseren Spezialitäten aus der Tonne verwöhnen. Die Episoden unserer Kochshow gab erstmals auf großer Kino-Leinwand zu sehen. Gekocht wurden Tortillas mit vegetarischer Füllung und Curry-Fried-Rice. Aktionismus hat selten so gut geschmeckt!
Wir freuen uns über den “Oskarl”, verliehen vom Magazin “brennstoff”, das von Heinid Staudinger, dem Bank-Rebellen aus dem Waldviertel herausgebracht wird. Wir bedanken uns auf diesem Weg sehr herzlich, und wünschen Heini Staudinger bei seinem engagierten Kampf gegen die uneinsichtige Finanzmarktaufsicht alles Gute! Um es mit seinen Worten zu sagen: Nicht dem Geld folgen, sondern dem Leben!
Doch bald wird es soweit sein. Zurück zu den Wurzeln der Wastediver-Bewegung, die in den Achtziger Jahren in Amerika entstand, als politisch motivierte Konsumverweigerung. “food not bombs” waren die ersten Aktivisten, die aus dem Kochen von weggeworfenen Lebensmitteln, eine öffentliche Aktion machten. Heute ist ein wastecooking-Amerika-Trip noch Zukunftsmusik, aber erste Medienberichte gibt es bereits. USA- wir kommen!
“Nie ist zu wenig, was genügt!” Unter diesem Motto des Philosophen Seneca, sind wir zu einem Nach- und Vordenkwochenende im Salzburger Goldegg zusammen gekommen. Prominente Vortragende, wie Roland Düringer und Heini Staudinger, diskutierten Modelle zu einem nachhaltigen Leben und Wirtschaften. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war eine wastecooking-Aktion, die den ehrwürdigen Schlossmauern neues Leben einhauchte. Angeführt von Salzburger Wastedivern, sammelten wir in der Umgebung von Goldegg weggeworfene Lebensmittel ein und verkochten sie am nächsten Tag, unter fachkundiger Anleitung unseres wastecook`s Tobi. Zur Vorspeise gab es belegte Brötchen, gefolgt von Gemüse-Curry mit Reis, und zum Abschluß unseren inzwischen legendären Brotkuchen mit Trauben und Äpfeln. Um es mit Heini Staudinger zu sagen: Nicht dem Gesetz gehorchen, sondern der Gerechtigkeit, nicht dem Geld folgen, sondern dem Leben! In diesem Sinn: food is culture… don´t waste it, cook it!
Im Rahmen eines Nach- und Vordenkwochenendes unter dem Motto “nie ist zu wenig, was genügt”, hat der Kabarettist und Schauspieler, Roland Düringer, in Goldegg von unserem Müll-Menü probiert. Das Interview für sein Konsumverzicht-Selbstversuch-Tagebuch ist am Tag danach entstanden!
Neue Aktion: 16. Februar, Schloss Goldegg im Salzburger Pongau!
Im Rahmen des “Nach- und Vordenkwochenendes” mit ausgezeichneten Vortragenden, wie Roland Düringer und Heini Staudinger, lädt wastecooking zur ersten Aktion im neuen Jahr! Am 15. Februar werden wir- zusammen mit erfahrenen Salzburger Wastedivern- die Tonnen-Landschaft rund um Goldegg unsicher machen, am 16. Februar wird dann im Schloss aufgekocht, auf der so genannten “Super-Tonne” von Andreas Strauss. Unter dem Motto “Nie ist zu wenig, was genügt”, werden wir kochen, diskutieren, und nachhaltigen Lösungsansätzen ganz konkret nachgehen. food is culture… don´t waste it, cook it!
Wir schließen damit ganz offiziell unsere Salzburg-Staffel ab. Was im Mai 2012 mit einer Internet-Guerilla-Serie begonnen hat, zieht immer weitere Kreise. wastecooking ist im Community-Tv zu sehen, bei Musik- und Film -Festivals, in Museen und auf öffentlichen Plätzen. Auch für 2013 sind viele, neue Aktionen geplant.
Ein kleiner Blick hinter die Kulissen unserer cooking-talking-show!
Die letzte Episode der Salzburg-Stffel von wastecooking, der konsumkritischen Kochshow! Wir versuchen unsere Erfahrungen zu sammeln und auf den Punkt zu bringen. Zum ersten Mal veranstalten wir einen „trash talk“, und laden erlesene Gäste zum Thema Lebensmittelverschwendung ein. Auf einer Baustelle in Salzburg diskutieren wir mit Gastrosophen, Waste Divern und Aktivisten. Wir versuchen der Wegwerfgesellschaft auf den Grund zu gehen, Ursachen zu finden und Lösungen aufzuzeigen. Dazu wird selbstverständlich gekocht: Köstlichkeiten, die wir in der vorher gegangenen Nacht aus dem Abfall hinter Supermärkten geholt haben. Im Studio bereitet unser waste-cook eine wärmende Ingwer-Karotten-Fenchel-Suppe zu, gefolgt von einem Radicchio-Risotto und einem süßscharfen Fruchtspiegel mit Milchreis und Chili. food is culture…don´t waste it, cook it!